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Aktuelles

Eine Geschichte über das wohl ambitionierteste Bierprojekt, made in Berlin.

Als ich im Juli 2017 das Gewinnspiel der Brauerei Lemke auf Facebook gesehen habe, dachte ich nicht daran, auch nur den Hauch einer Chance auf einen Gewinn zu haben. Schließlich habe ich in meinem Leben noch nie etwas gewonnen. Das mag eventuell daran liegen, dass ich Gewinnspiele eher meide, oder besser gesagt, dass ich gar nicht erst versuche an einem teilzunehmen.

Dieses eine Mal habe ich mitgemacht, gab es doch einen Preis zu gewinnen der mich interessierte - Eine exklusive Berliner Weiße Verkostung, der bis dato noch unveröffentlichten Budike Weiße von Lemke Berlin. Und so geschah für mich ein kleines Wunder:
Ich wurde tatsächlich ausgewählt, in kleinem Kreise die neue Weiße probieren zu dürfen.

Der Tisch in der alten Füllerei war schick gedeckt und die sechs geladenen Gäste (inkl. meiner Person) nahmen Platz. Mit dabei waren die Brauer Andreas Hegny, Sebastian Oberwalder und der Brauereichef höchstselbst - Oliver Lemke. Dieser läutete den Abend mit einem “Herzlich Willkommen” ein und kam auch gleich zum Punkt: Es geht um Weiße, um Forschung und Bierliebhaberei, um Berliner Geschichte und auch ein wenig ums Ego:

“Die Berliner Weiße ist klassisch ein Sauerbier. Historisch betrachtet kam sie mit den Franzosen, den Hugenotten hier her, dann hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte immer mal wieder verändert. Da gab es halt mal gute Sude und mal schlechte Sude, aber auf jeden Fall muss es wohl seiner Zeit ein wirklich leckeres Getränk gewesen sein. Deshalb prägte Napoleon Bonaparte auch den Ausspruch: „Champagner des Nordens“.

Wenn wir heute ausgehen und eine Berliner Weiße von dem einzigen noch namhaften Produzenten- Kindl trinken, dann stellen wir fest, dass das mit dem, was es zu Napoleons Zeit gewesen sein muss wahrscheinlich wenig zu tun hat.”

Ein Bayer, ein Preuße und eine Idee…

Angefangen habe alles, so erzählt uns Oliver, mit einem Brauerkollegen: Herr Dr. Michael Zepf von der Bierakademie Doemens, seines Zeichens ausgewiesener Sauerbierfan, legte den Grundstein, indem er auf einem Treffen zu Oli sagte: „Warum machst du keine Berliner Weiße? Es gibt einfach noch keine vernünftige Berliner Weiße.“ Ein wenig verschämt, dass ausgerechnet ein Bayer ihn als Berliner Brauer auf die Weiße bringen muss, aber angetrieben von der guten Idee, machte er sich an sein arbeitsames Ziel: Eine mildsaure ausbalancierte, und vor allem eine authentische Weiße, nicht wie die aus den Siebzigern, sondern wie die zu Hugenottenzeiten: Ein wenig Frucht soll sie haben, ein wenig Säure und eine gewisse „Funkyness“. Eben ein wohlschmeckendes Sommergetränk zum Thema Champagner des Nordens, das trotz der geringen Alkoholkonzentration und hoher Drinkability komplex ist.

„Wir reden hier nicht von einem Imperial Stout, sondern von einem Bier mit ca. 3% Alkohol. Davon soll man auch mal zwei oder drei an warmen Sommertagen von trinken können.“

So erklärt es uns unser Gastgeber. Man sieht ihm die Leidenschaft für dieses Thema förmlich an. Kein Wunder, hat das Lemke Team schließlich jede Menge Aufwand betrieben, um die Budike, so wie sie heute ist, ins Glas zu bekommen. Man arbeite rege mit der VLB, der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin zusammen. Herr Prof. Dr. Frank- Jürgen Methner, Leiter der VLB, ist nicht nur Oliver Lemkes Mentor, sondern auch der Entdecker der Brettanomyces (Britannische Hefe die oft Aromen fruchtige oder animalische Aromen hervorbringt) in klassischen Berliner Weißen, in den achtziger Jahren.

Er hat durch Analysen herausgefunden, dass diese Hefeart (Brett.), in Wechselwirkung mit anderen gängigen obergärigen Bierhefen, maßgeblich am Gär- und Reifeprozess, und somit am Geschmacksprofil von ursprünglichen Berliner Weißen beteiligt war.

Oliver Lemke sagt dazu:

„Nun kann man natürlich unterschiedliche Lösungsansätze verfolgen, um eine kontinuierliche und reproduzierbare Qualität zu erreichen. Unsere belgischen Brauerfreunde haben verschiedene Fermenter (Gärbehälter), in jedem arbeiten ca. 200 unterschiedliche Mikroorganismen zusammen und in jedem Fermenter unterscheidet sich das Ergebnis etwas von dem anderen. Die Kontinuität wird dann über das Verschneiden erreicht. Wir sind da einen eher deutschen Weg gegangen.“

Hierzu wurden alte Berliner Weiße Flaschen der VLB aus den fünfziger Jahren einer Analyse unterzogen, um herauszufinden, welche verschiedenen Organismen ursprünglich in der Weißen vorhanden waren. Diese Mischung an Mikroorganismen sollte dann reaktiviert in einer Würze (so nennt der Brauer sein noch nicht vergorenes Bier) eine ursprüngliche Berliner Weiße ergeben.

Leider war in den über 60 Jahre alten Flaschen nichts mehr am Leben und so konnte sich das Team von Lemke Berlin mehr als glücklich schätzen, als sie Dr. Manfred Starus, den letzten Leiter der ehemaligen Studienbrauerei im Berliner Wedding, für ihr Projekt gewinnen konnten. Er brachte nicht nur jede Menge Know-how, sondern auch noch einige originale Mikroorganismen aus den fünfziger Jahren, wie z.B. verschiedene Brettanomyces- und Laktobacillusstämme (Milchsäurebakterien) mit.

Es folgte eine fast zwei Jahre dauernde Versuchsreihe nach dem Prinzip „Try and Error“. Die Brauerei experimentierte mit unterschiedlichen Malzschüttungen sowie alten Gerstensorten und analysierte das Ergebnis sowohl sensorisch als auch in jeder Menge Laborarbeit. Während der Entwicklungsphase betreute die Brauerei gleich vier Diplomarbeiten zum Thema Sauerbier und Berliner Weiße (unter anderem auch die von Ulrike Genz, Schneeeule Berlin).

Über 150 Versuchssude wurden gebraut, und immer wieder die Mikroorganismen untersucht, um der Lemke Weiße ihren Charakter zu verleihen.

Oliver Lemke dazu:

„Bei Craftbeer reden immer alle nur über Hopfen, bei Malz wird’s dann schon eng und bei Hefe hört‘s bei den Meisten dann auf. Die Hefe ist gut zu uns Brauern, die Hefe ist mein Freund. Die macht dit Bier, wir geben ihr nur den Rahmen.”

Hefemanagement wird bei Lemke groß geschrieben, erfahren wir: Während die meisten Brauereien ihre Hefen einfach nach dem Gärvorgang „ernten“ und für den nächsten Sud wiederverwenden, verfolgt man in der Lemke Brauerei ein anderes Verfahren. Hier werden Reinzuchthefen von speziellen keimfreien Nährböden in einem eigens dafür vorgesehenen kleinen Gärbehälter herangezogen und zwar für jeden Sud neu. Das ergibt Sinn, weil Hefen sich über die Zeit verändern können und so eine Hefe bereits in der zweiten Führung (durchgeführte Gärung), bei falscher Handhabung einen deutlich schlechteren Endvergärungsgrad nach sich ziehen könnte. Ein spürbar süßeres Bier wäre die Folge, da der zuvor beim Maischen gelöste Zucker, in der Würze zu einem geringeren Teil verstoffwechselt werden könne.

Jedoch sei es umso schwerer, das richtige Hefemanagement für einen Bierstil zu finden, der in ursprünglicher Form nicht mehr existiert. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die gängige Lehrmeinung zur notwendigen Anzahl an Hefezellen pro Liter Würze auf die Produktion von Pilsner Bieren beziehe. Daher könne diese nicht eins zu eins auf besondere Biere wie die Weiße angewendet werden. Gilt doch die Brettanomyces immer noch als Bierschädling. Es half also nichts, auch hier musste man einen schweren Weg bestreiten.

„Der Basti ist jeden Tag am Zellen auszählen und schickt mir Bilder. Wenn ich mein Telefon raushole und die Galerie öffne, hab ich fast nur Bilder von Hefen und Laktos.“ Meint Brauer Andi und zeigt uns belustigten Zuhörern stolz besagte Bilder „Das sind zum Beispiel die Laktos, hier die Hefe und das sind die Bretten.“

Eine reproduzierbare und gleichbleibende Qualität sei nur zu erreichen, wenn man eine homogene Mischung mit korrekter Zellzahl beim Anstellen (Zugabezeitpunkt der Hefe oder anderer Organismen) mit dem richtigen Wissen über die einzelnen Organismen findet und beibehält. „Ein gutes Bier einmalig herzustellen mag schwierig sein, ein gutes Bier immer wieder herzustellen, ist jedoch um Klassen schwieriger, aber der Kunde möchte sein Lieblingsbier gern immer wieder so trinken wie es ist“ erklärt Oliver.

Zu welchem Zeitpunkt jedoch der jeweilige Organismus der Budike Weiße zugegeben wird, ist ein entscheidender Faktor und wird nicht verraten.

Freddy Mercury im Badeanzug

„So! jetzt haben wir aber genug über dieses köstliche Getränk erzählt, jetzt wollen wir mal probieren.“

Uns werden je drei Berliner Weißen in die Gläser eingeschenkt. Die „klassische“ Variante von Berliner Kindl, die Budike und eine, aus einer Flasche ohne Etikett. Diese sei eine besondere Weiterentwicklung der Budike, erklärt Oliver. Man habe natürlich schon mit verschiedenen Sachen experimentiert.

Brauer Sebastian, der ebenfalls seine Studienarbeit zu diesem Thema geschrieben hat und seit kurzem fest in der Brauerei angestellt ist, sei hier federführend. So hat man zum Beispiel schon Weiße mit natürlichem Waldmeister, Kirschen oder auch besonders alkoholstarke bzw. auch alkoholfreie Weiße getestet.

„Das hat aber nicht funktioniert“ wirft Sebastian zu letzterem ein.

Im letzten Glas befinde sich jedenfalls eine Version der Budike, die auf Eichenchips gelagert wurde. Auch hierzu habe man, wie sollte es anders sein, natürlich wieder sehr viele Versuche durchgeführt. Unterschiedliche Holzarten und Toastgrade (die Intensität mit der das Holz geflammt wird) wurden mit verschiedenen Reifezeiten erprobt. Schlussendlich entschied man sich für besagte Chips, denn diese unterliegen, anders als bei ganzen Fässern keinen oxidativen Prozessen.

„Wenn die „Bretten“ Sauerstoff bekommen können sie Essig bilden und das will keiner haben.“

So heißt es während wir alle drei Proben zunächst beriechen. Dabei beginnen wir mit der Kindl Weißen und tasten uns dann über die „Budike“ an die „Berliner Eiche“ heran. Berliner Eiche wird der Name der holzgereiften Variante sein.

„Die Kindl Weiße stinkt, finde ich.“ meint eine Teilnehmerin. Ich persönlich empfinde den Geruch eher „unedel“, wie bei Bieren in denen zu viel Hopfenextrakt benutzt wurde. Nach kurzer Diskussion ist man sich am Tisch einig, dass es „muffig“ sehr gut trifft. Geschmacklich finde ich die Kindl Weiße nicht schlecht, mild säuerlich aber dann doch nicht richtig spannend, halt ein typisches Bier zum wegtrinken. Vielleicht ist es ähnlich wie ein Radler, einfach nur zum schnellen Erfrischen, aber nicht zum Genuss gedacht?

Das läge daran, dass die „Bretten“ gefährlich sind, die will man nicht in seinen anderen “normalen” Bieren haben, da könnten die Fehlaromen und damit großen Schaden bewirken, also lässt man sie halt einfach weg. Auch die Milchsäurebakterien werden einfach totgekocht (sogenanntes Kettle-souring) und können nicht mehr positiv zum Aromaprofil der Weißen beitragen. Die Folge ist, dass das Bier eindimensional und leer wirkt.

„Wir haben deswegen alles was mit Brett in Berührung kommt, streng von dem anderen Equipment getrennt. Dazu haben wir extra einen neuen Flaschenfüller gekauft, der angeblich 1200 Flaschen in der Stunde füllen kann, mit dem kämpfen wir zurzeit noch. Außerdem haben wir so Sprühfarbe gekauft, mit der wir alles was mit Brett in Berührung kommt markieren und nachts ziehen wir dann los und besprühen hier auf dem Hof noch die Wände mit Grafitty“, scherzt Andi und Oliver fügt hinzu: „Außerdem darf niemand mehr Basti die Hand geben. Wenn du trotzdem Brett in einem unserer anderen Biere findest sag mir Bescheid.“

Nun ist die Budike an der Reihe: Krautig, gemüseartig bis hin zu Gewürzgurken gepaart mit frischen Früchten wie Apfel und Sauerkirsche werden in der Runde assoziiert. Das ganze liegt auf einer sehr feinen Säure die nicht beißend sondern schön spritzig und erfrischend ist. Diese Weiße ist alles andere als eindimensional oder flach, sondern entdeckungsreich. Es überrascht nicht, dass dieses Bier bereits vor dem offiziellen Release einen Internationalen Award in Gold bei Meiningers abräumte. Das Resümee der Runde: Tolles Sommergetränk, super süffig!

Andi:

„Wir haben die Säure bewusst nicht so gewählt, dass es einem rückwärts die Zunge wegrollt, nicht wie bei anderen Berliner Weißen, sauer, sauer, sauer. Das können dann wirklich nur noch die Biernerds trinken, bei denen es dann teilweise nur noch um Extreme geht. Deshalb brau‘ ich so gern mit‘m Oli Bier, das sind alles Dinger, die man beim Grillen mit seiner Mutti trinken kann.“ Andi muss eine coole Mutti haben, denk ich noch so während Oliver beginnt das Etikett zu erklären:

„Wir haben es in der altbekannten Lemkeoptik mit der Zigarrenbanderole gehalten. Man soll sich auch optisch in die Zeit zurück versetzt fühlen. Deshalb haben wir hier die Badenden vor der Oberbaumbrücke in den tollen alten Badeanzügen genommen. Dem Mann mussten wir allerdings noch ‘nen Hut aufsetzen, weil er sonst wie Freddy Mercury aussah.“ -Alles lacht-  

Komm wir jehen in die Budike…

Oliver erklärt uns die Herkunft des Namen „Budike“ und warum dieser Name so gut zu dem Bier passt, dass wir gerade noch in hohen Tönen gelobt haben.

Zur Hugenottenzeit habe man einfach den französischen Begriff „Boutique“ eingedeutscht. Eine Budike war damals eine Art Kaufhalle in welcher man Lebensmittel und Bier kaufen konnte. Später waren es die Kneipen und Trinkhallen des einfachen Mannes, die der Budike-Weißen also einfache Weißen. Ein sehr passender Name, in Anbetracht dessen, dass es sich hierbei um das Ausgangsprodukt für verschiedene Veredelungen handelt.

„Es gab früher auch noch andere Weißesorten, z.B. wenn eine Weiße nicht so geworden war, hat man sie in Sand eingebuddelt und mehrere Jahre vergessen, die sogenannte Sandweiße, da muss Brett ganz furchtbar gewütet haben. Die besseren Weißen waren dann Champangnerweiße, oder auch Rieslingweiße. In einigen Berliner Budiken war es üblich in die Weiße noch einen Kümmelschnaps zu geben, das war dann die sogenannte Strippe, daraus soll sich dann auch später die heutige Variante mit dem Sirup entwickelt haben.“

Während Oliver dies erzählt, probieren wir die Berliner Eiche. Sie ist mein persönlicher Favorit des Abends: Es haben sich schon viele der frischen und krautigen Aromen abgebaut und zu reiferen Früchten weiterentwickelt. Die Säure wirkt milder, bindet sich besser in das Getränk ein. Dazu kommt würzige Eiche (Tannine) mit einer feinen Vanillenote. Eine echte Köstlichkeit.

Sirup? Jibt’s hier nich mehr! …

Die Budike ist inzwischen schon im Repertoire von Lemke Berlin angekommen und auch die Berliner Eiche wird es in Zukunft in Serie geben. Da eine Sauerbierproduktion aus oben genannten Gründen immer mit Risiken verbunden ist, sind die Produktionskapazitäten noch begrenzt. Die Biere wird es deshalb zunächst nur im Ausschank der brauereieigenen Gastronomien geben.

Später soll die bereits vorhandene zwanzig Hektoliter-Brauanlage am Schloss Charlottenburg zum Produktionsort der Berliner Weißen umgewidmet werden, damit diese dann auch wie gewohnt als Takeaway und im Onlinehandel in der Flasche verfügbar sind.

Eines wird es wohl in Zukunft ganz gewiss nicht mehr bei Lemke Berlin geben: Die Berliner Weiße von Kindl und Sirup.

Ich persönlich freue mich sehr, dass ein Stück Biergeschichte zurück nach Berlin gekommen ist und habe zum Abschluss noch ein Zitat von Oliver Lemke von diesem Abend aufgehoben:

„Wir sind nicht die Ersten, die in Berlin eine Weiße brauen, aber ich behaupte einfach mal, wir sind die Pingeligsten.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke Oliver

Carsten Helmholdt, Braufreunde Berlin e.V.

Fotos: Lemke Berlin/ Amt für Ideen

Brauen kann jeder, das werden wir beim Schaubrauen in der Markthalle 9 unter Beweis stellen.
Es wird Bier gebraut und ihr seid eingeladen dabei über die Schulter zu schauen, Fragen zu stellen und Selbstgebrautes zu probieren.

Und vielleicht braut ihr danach bald schon selbst.

Programm und Aussteller
Facebook Event

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Seit März aktualisieren wir für Interessierte unseren Berliner Eventkalender - mit allen Veranstaltungen rund um handgemachte und gute Biere - als Google Kalender.

Es hat sich viel getan - die Veranstaltungsdichte sowie auch die Anzahl der Craftbeer Locations hat sich stetig erhöht.

Leider zeigt uns der Google Kalender keine Nutzungsstatistiken an, so dass wir nicht wissen ob und wie stark dieser genutzt wird.

Daher die Bitte, wenn Ihr den Kalender nutzt und dieser hilfreich für Eure Abendplanung in Berlin ist, hinterlasst bitte hier unter dem Artikel einen Kommentar.

Wir werden uns für den Dezember eine Auszeit nehmen und Aktualisierungen für 2017 aufschieben.

Zudem möchten wir euch auch auf die folgenden Kalender und Karten aufmerksam machen:

Wir freuen uns auf eure Kommentare,
Tilo,
Braufreunde Berlin e.V.

Pilstulpe, Kölschstange, Berliner Weisse - oder auch Weizen-Pokal?

Beinahe zu  jedem Bierstil gibt es auch das passende Glas. Doch wer es bunt und abwechslungsreich mag, hat schnell den Gläserschrank voll - und den Geldbeutel leer. Welches Glas braucht man wirklich? Reicht ein Standard-Bierglas? Sind große Gläser besser als kleine oder umgekehrt? Welche Form ist die richtige? Wir werden in diesem Artikel versuchen, etwas Licht in die Sache zu bringen.

Roadshow durch Berlin und Potsdam

spiegelau_1_img_1294Im September erhielten wir eine E-Mail von Markus Raupach, Bier-Enthusiast und Autor zahlreicher Bier-Reiseführer, die quer durch die Republik führen.

„Ich hoffe, Ihr erinnert Euch noch an mich, ich habe den “Berlin Beer Guide” vor zwei Jahren geschrieben. Aber ich kümmere mich auch sonst viel um Bier und habe eine Einladung für Euch“, hieß es dort. Natürlich erinnerten wir uns – und natürlich wollten wir mitmachen!

Im Rahmen einer „Roadshow“ lud die Firma Spiegelau zu einem kleinen Kennenlernen an sechs verschiedenen Standorten in Berlin und Potsdam ein.

„Wir kennen die Biere hier nicht, haben sie vorher nicht probiert, aber wir sind sicher, dass sie aus unseren Gläsern besser schmecken“…

…eröffnet Richard Voit das kleine Seminar mit rund 20 Teilnehmern nach kurzer Vorstellung im Hops and Barley.

spiegelau_2_img_1302„Oho, ganz schön mutig“ denke ich mir und lausche den Ausführungen des Spiegelau Managing Directors gebannt, der gekonnt zweisprachig über die Entwicklung neuer Gläser und Serien ausführt. „In mehrstündigen Workshops mit Brauern, Bierliebhabern und professionellen Sommeliers werden immer und immer wieder verschiedene Gläser ausgeschlossen, bis endlich das perfekte Glas gefunden ist“ führt er aus. Ich betrachte mir dabei die einzelnen Gläser, die bereits vor uns auf einer Tastingmatte platziert sind, und bin gespannt was es wohl eine Stunde lang rund ums Thema Bierglas zu erzählen gibt.

Von Molekülen und kühlen Mollen

Die Spiele beginnen, das Buffet ist eröffnet, das erste Bier fließt ins Glas. Genauer gesagt in die Gläser, denn zu jedem zu verkostenden Bier im Craftbierglas gibt es ein Pendant im Standardglas der hiesigen Brauerei. Beide Gläser wurden mit dem Winning-Weizen von Dirk Nolte gefüllt.

Christian Kraus (Vertriebsgeschäftsführer Spiegelau Deutschland) lüftet das erste Geheimnis des Tages: Die Moleküle sind entscheidend: „Alles was wir in der Nase als Aroma des Bieres wahrnehmen, sind winzige Teilchen die durch die entbundene Kohlensäure nach oben getrieben werden.“, erfahren wir. „Darum ist die molekulare Oberflächenstruktur des Glases entscheidend“ heißt es weiter. Hierbei spiele nicht nur das verwendete Kristallglas, welches in der Oberfläche deutlich feiner und brillanter als das übliche Industrieglas ist, eine Rolle, sondern auch die Glasform ist entscheidend: „Denn nur ein Glas das sich nach oben hin verjüngt, ist in der Lage die feinen molekularen Schichten der Aromen des Bieres zu halten und das Aroma des Bieres optimal an den Konsumenten abzugeben.“

spiegelau_3_img_1304Ein „Aha“-Effekt ist am Tisch zu spüren, als die aufsteigenden Aromen des Weizens aus beiden Gläsern miteinander verglichen werden. Ausnahmslos jeder Teilnehmer empfindet das Bier aus dem Spiegelau Glas als aromatischer und runder. Das Weizen aus dem Industrieglas wirkt dagegen flach und eindimensional, leicht metallisch sogar -  und das, obwohl es sich um haargenau das gleiche Bier handelt.

Nun gut – Aroma ist die eine Sache, aber Bier ist doch zum Trinken da. Wie sieht es mit dem Trinkgenuss aus? Macht es einen Unterschied ob ich meine kühle Molle aus dem teuren Craftbeerglas oder aus einem Knobelbecher trinke?

Die Antwort ist kurz: Ja! „Auch hier gibt es ein Geheimnis.“ verrät Christian Kraus. Der sogenannte Rollrand der bei industriell gefertigten Massengläsern am Glasrand prangt, wirkt wie eine Sprungschanze: Er befördert das Bier im Mund überall hin, nur nicht dahin, wo man es eigentlich haben möchte. Anders bei den Kristallgläsern aus Bayern vor uns. Diese sind am Rand geschliffen und so glatt wie der sprichwörtliche Babypopo.

Nach dem ersten Verkosten dann erneut ein „Aha“- Effekt, den man jedem Teilnehmer ansehen kann. Die bunt gemischte Runde aus amerikanischen Craftbrauern, Berlin-Beer-Academy-Mitgliedern, Berliner Hobbybrauern und Bier-Nerds bricht in Tuscheln aus. Ein Bier verteilt sich gleichmäßig im ganzen Mund und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Das andere aus dem Standardglas ist schon sehr perlig, beinahe überkarbonisiert und irgendwie fehlt auch Aroma in der Nase.

Schlanke Formen und kleine Tricks…

…hat die Glashütte auch noch mitgebracht und zieht den Hasen aus dem Hut. Vergleiche zwischen den nun am Tisch gereichten Pale Ale und Rotwein bestimmen nun den Vortrag. Für uns Bierverrückte kein Neuland. Schließlich käme ja niemand auf die Idee, Wein aus einem Becher oder gar aus der Flasche zu trinken. Ebenso beim Bier, aber das ist hier am Tisch jedem klar.

„Hab ich dich!“ denke ich mir und recke mutig meine Hand zur Frage in die Höhe. „Warum die Gläser denn so dünn seien, bei Weingläsern habe man ja den Stiel, aber wie schützen wir Biertrinker denn unseren teuren Gerstensaft vor dem schnellen Erwärmen durch die Hände?“ frage ich.

„Nun das spielt kaum eine Rolle, viel wichtiger ist die thermische Masse die so ein Glas mit sich bringt“ grätscht Richard Voit von der Seite ein und erklärt uns anschaulich, dass ein dickes Glas ein Getränk sehr viel schneller erwärmt als eine Hand an selbigem. Ein Maßkrug mit Zimmertemperatur sei der Feind des Bieres, nicht sein Konsument. „Hmm… dazu müssen wir wohl mal eine Feldstudie machen“ denke ich und gebe mich kleinlaut geschlagen.

Auch die Riefen am unteren Ende des IPA-Glases seien durchaus kein Zufall, teilt man uns mit. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein weiteres kleines, aber geniales Feature das seinesgleichen sucht. Der hohlgeblasene Fuß sorgt dafür, dass das Bier gerade im letzten Drittel des Trinkens immer wieder beim Absetzen leicht verwirbelt wird und so in kleinen Mengen Kohlensäure und Aroma abgibt. „Das Bier wirkt so frischer und es ist immer ein bisschen Schaum auf dem Getränk“

Ein Stout auf belgisch und ein Wirt in Erklärungsnöten

spiegelau_2_img_1307Zum Abschluss des kleinen Seminars kommt das Stout-Glas zum Einsatz: Ein belgisches Dubbel trifft zwar nicht ganz die Voraussetzungen des Glasherstellers, passt aber trotzdem wunderbar hinein und mundet ganz hervorragend.

Nun geht es um Steigraum. „Eines der größten Probleme die wir haben ist, unseren Kunden klar zu machen, die Gläser nicht so voll zu machen. Das beste Glas kann keine Aromen abgeben, wenn es bis zum Rand gefüllt ist. Es ist sozusagen tot. Ein Wirt, der nur ein halbvolles Glas serviert, wird leider immer noch schnell in Erklärungsnöte kommen.“

Ein gesellschaftliches Problem -  sicher, aber man merkt doch im Rahmen des Workshops immer wieder, dass sich die klugen Köpfe der Bayerischen Glashütte wirklich viele Gedanken um ihre Gläser und die Belange ihrer Kunden gemacht haben. Von Spülmaschinenfestigkeit bis Stapelbarkeit werden alle Fragen unserer Runde versiert beantwortet, bevor das Event offiziell zur offenen Konversationsrunde mit Bier erklärt wird und jeder Teilnehmer überraschend noch ein Craftbiergläserset  geschenkt bekommt.

Fazit

Das Fazit ist eindeutig: Die uns präsentierten Gläser der Firma Spiegelau sind wirklich ihr Geld wert und bieten sensorisch ein absolutes Erlebnis.  Ob man den Mehrpreis in Kauf nehmen mag muss jeder selbst entscheiden, jedoch hätten wir es nicht besser formulieren können als Herr Voits selbst: „Wenn ich für ein gutes Bier viel Geld bezahle, um es dann aus einem schlechten Glas zu trinken, dann bekomm’ ich halt nur fünfzig Prozent für mein Geld“.

Wir können diese Gläser mit sehr gutem Gewissen empfehlen.

Carsten,
Braufreunde Berlin e.V.

Heute ist endlich der große Tag, heute kommt das Gewinnerbier der Berlin Homebrewing Comeptition 2016, im Hops&Barley an den Hahn. Das Bier von unserem Dirk Nolte hat in diesem Jahr das Rennen gemacht, ein wunderbar bananiges Weizen mit tollen Karamellnoten und einer Süffigkeit zum niederknien. Wir verneigen uns vor Dirk und diesem zurecht gekrönten Bier.

Die Braufreunde können allerdings nicht nur Weizen brauen: Wirft man einen Blick auf die Platzierungen in den einzelnen Kategorien der Berlin Homebrewing Competition 2016, so stellt man fest, dass wir nahezu überall in den vordersten Reihen vertreten sind. So gehen zum Beispiel der erste Platz der Kategorien „Wheat Beer“ und „Pale Ale“ an unsere Mitglieder Dirk Nolte und Ralf Borau.

Spannend war es auch in der Kategorie „Bottom Fermenting“: Hier konnte sich die Jury nicht zwischen den Bieren von Stefan Wolf (Kellerbier), Jörg Schlömer (Dunkel) und Daniel Stobbe (Dunkel) entscheiden, wodurch alle drei zu Gewinnern dieser Kategorie erkoren wurden. Wir gratulieren unseren „Bottom Fermenting Champions“.

Auch einige „Silbermedaillen“ haben wir eingesackt: So können wir mit großem Stolz verkünden, dass unser Tilo Schwarzbach mit seinem Baltic Porter in der Kategorie „ Brown Ale, Porter & Stout“ nur knapp den ersten Platz verpasste und auch Alexander Sperr mit seinem Witbier auf das Treppchen der Special-Kategorie „Belgian Ales“ klettern konnte. In der Kategorie „Wheat Beer“ lieferten sich Dirk Nolte und Ralf Borau ein Kopf an Kopf Rennen, wobei Dirk sich mit einer Nasenlänge durchsetzte.

Wer nun Lust bekommen hat das Gewinnerbier von Dirk einmal zu probieren sollte sich schnellstens auf den Weg ins Hops&Barley, Wühlischstraße 22/23 in Friedrichshain machen, denn dort ist es ab jetzt am Hahn, ganz frisch und exklusiv und nur solange der Vorrat reicht.

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit - Stadt Land Food öffnete die Pforten. Auf über 150 Ständen konnten Besucher alles rund um das Thema Lebensmittel und Landwirtschaft erfahren. Eine Besonderheit waren die 11 Lebensmittel-Werkstätten in der Markthalle Neun. Hier konnte jeder dem Erzeuger bei der Herstellung von Lebensmitteln über die Schulter gucken und alles erfahren, was die- oder derjenige schon immer wissen wollte. Auch wir als Hobbybrauer waren mit unserem Workshop für euch am Start.

Drei Tage lang haben unsere Hobbybrauer fleißig live Bier gebraut und ihre Erfahrung mit den Besuchern geteilt. Viele spannende Gespräche und neue Aspekte rund um das Brauen sind so erörtert und diskutiert worden, unterstützt durch unser Video mit dem wir versucht haben, auch die letzten Fragezeichen aus den Köpfen zu fegen.

Wir wollen Danke sagen: Danke für die drei tollen Tage, Danke auch für die vielen Spenden, die Ihr unserer Vereinskasse habt zukommen lassen! Aber das größte DANKE!!! gilt Johannes Heidenpeter, der uns zu diesem tollen Event eingeladen und dabei tatkräftig unterstützt hat.

Wir hoffen, auch im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen und wünschen uns dabei wieder tolle und interessante Gespräche mit vielen interessierten Besuchern.

Wenn Ihr uns verpasst habt, solltet Ihr euch für unseren Newsletter anmelden.

Handwerk ... , selber machen ..., zwei Dinge die uns als Haus- und Hobbybrauer sehr am Herzen liegen.

Es geht um lokale und nachhaltige Lebensmittel - richtiges Handwerk - ein Konzept das verfolgt werden sollte und genau unser Ding ist.

Da sind wir natürlich stolz dabei sein zu können und werden dem Besucher in unserer Werkstatt in der Markthalle zeigen wie man selbst Bier herstellen kann.

Natürlich haben wir auch überzeugende Kostproben dabei.

Ich hoffe wir sehen uns!

Werkstatt Bier,
Markthalle Neun
Eisenbahnstraße 42/43
10997 Berlin
Sa 1.10. 10-18 Uhr
So 2.10. 10-18 Uhr
Mo 3.10. 10-17 Uhr

stadtlandfood.com

Anfang Juli wurden die Gewinner der Berlin Homebrewing Competition 2016 bekannt gegeben.

Wir gratulieren allen 13 Gewinnern - wobei 8 davon Vereinsmitglieder sind.

Overall competition winner: Dirk N.: Weizen.

Dirk will be brewing his beer at Hops & Barley - ingredients generously provided by schnapsbrenner.de and in London with UBREW.

Category 1: no winner but 3 runners-up - Stefan W.: Kellerbier, Jörg S.: Dunkel. Daniel S.: Dunkel.

Category 2: Winner Dirk N.: Weizen. Runner-up Ralf B.: Weizenbock.

Category 3: Winner Ralf B.: American Pale Ale. Runner-up Johannes F.: American Pale Ale.

Category 4: Winner Simon P.: American Imperial IPA. Runner-up Johannes F.: American IPA.

Category 5: Winner Sebastian M.: Brown Ale. Runner-up Tilo S.: Baltic Porter

Category 6: Winner Sam O.: Saison. Runner-up Alexander S.: Witbier.

Welcher Brauer oder Bierenthusiast kennt das nicht? "Irgendwie riecht/schmeckt das Bier komisch. Ist da was beim Brauen schiefgelaufen?"

Um dieser und anderen Fragen zu Bieraromen nachzugehen, haben die Braufreunde Berlin e.V. ein 1. Bierfehler- und Biersensorikseminar veranstaltet. Somit trafen sich 18 Teilnehmer am 3. Juli 2016 im Bierlieb zu einer geschmacklichen Entdeckungsreise.
Über einen Zeitraum von etwa 4 1/2 Stunden an einem ruhigen Sonntagnachmittag haben sich alle Beteiligten durch ein professionell zusammengestelltes Sortiment aus 25 gezielt kontaminierten und aromatisierten Bierproben durchgerochen und durchgekostet und haben dabei einiges über mögliche Brau- und Gärfehler sowie ihre eigenen sensorischen Fähigkeiten erfahren.

© Oliver Eberhardt
© Oliver Eberhardt

Dabei stellte sich der ruhige und von jeglichen Störeinflüssen freie Seminarraum im Bierlieb als optimaler Veranstaltungsort heraus. Die Fehlgeschmäcker und Bieraromen wurden im Vorfeld in drei zeitlich aufeinander folgende und durch Pausen unterbrochene Verkostungsgruppen eingeteilt. Begonnen wurde mit neun sehr wichtigen Fehlgeschmäckern, wonach dann nach und nach auch exotischere Aromen auf den Tisch kamen. Zur Geschmacksneutralisierung wurden Weißbrot, Wasser und natürlich nichtaromatisiertes Referenzbier gereicht.

© Oliver Eberhardt
© Oliver Eberhardt

Die Proben wurden einzeln blind verkostet und nach zügiger Auflösung anhand eines vorbereiteten Skripts im Hinblick auf sensorische Wahrnehmung, Ursachen und erforderlichenfalls Vermeidung besprochen. Dabei gab es einige sensorische Überraschungen, z.B. Assoziationen mit bekannten Biermarken ("wieso schmeckt diese Probe plötzlich wie ein Beck's?",  "das schmeckt ja wie ein Pilsner Urquell!"), neue Wortbilder ("wer ist denn mit dieser Ziege in den Stiefeln durch die Karibik gewandert?"), stark differierende Geschmackseindrücke ("eindeutig Schweinestall!" - "könnte aber auch als Jasminnote durchgehen!") oder ganz einfach unterschiedliche Wahrnehmungsschwellen ("das ist ja WI-DER-LICH!" - "Wieso? Ich schmecke hier fast nichts!").

© Braufreunde Berlin e.V.
© Braufreunde Berlin e.V.

Im Nachhinein war das Programm mit 25 Aromen sicherlich eine Herausforderung, aber dank guter Vorbereitung und strukturiertem Vorgehen gut zu schaffen. Das sehr neutrale "Tegernseer Helles" war denkbar gut als Referenzbier geeignet, und die verwendeten Plastikbecher waren aufgrund des sich nicht verjüngenden Kopfraums vielleicht nicht die optimale Lösung, dafür aber in Bezug auf den Aufwand äußerst bequem.

Wir danken allen Teilnehmern für die gute Atmosphäre und die regen Diskussionen und freuen uns schon jetzt, am 20. August 2016 ein zweites Seminar anbieten zu können.

Nachdem das erste Seminar komplett ausgebucht ist, haben wir ein zweites in Vorbereitung:

Samstag, 20. August 2016, 13.00 Uhr
Berlin (genauer Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben)
Dauer: ca. 5 h
Seminargebühr: 20 € für Mitglieder der Braufreunde Berlin e.V./ 50 € für Nichtmitglieder

Wer kennt das nicht - "Irgendwie riecht/ schmeckt das Bier komisch!?"
Während des Brau- und Gärprozesses kann Bier eine Vielzahl von so genannten Fehlgeschmäckern oder Off-Flavours entwickeln. Je nach individueller Befähigung und Geschmack können diese Bierfehler als angenehm, zumeist aber als störend bis ekelhaft, abhängig vom individuellen Schwellenwert im Einzelfall auch gar nicht wahrgenommen werden.

Anhand von 25 Proben erfahrt ihr alles wichtige zu den häufigsten Fehlgeschmäckern, ihren Ursachen und deren Vermeidung im Herstellungs- und Lagerprozess.

Zudem werdet ihr eure Wahrnehmungsstärken und - schwächen kennen lernen.

Das Seminar richtet sich an (Hobby-)Brauer, Gastronomen und ambitionierte Biergenießer.
Es wird darauf hingewiesen, dass die angesprochenen Brau- und Gärprozesse als bekannt vorausgesetzt werden. Diese können während der Seminars aus Zeitgründen nicht erklärt werden!
Dennoch werdet ihr die sensorischen Kenntnisse erlangen, die Fehler zu erkennen.

Zur Nachbearbeitung, Wiederholung und Vertiefung des Themas erhaltet ihr auf dem Seminar ein umfangreiches Skript (im Seminarpreis enthalten).

Verbindliche schriftliche Anmeldung unter: info@braufreunde.berlin bis zum 8. Juli 2016

Die Anmeldung ist erst mit Bestätigung unsererseits sowie Eingang der Seminargebühr bis spätestens zum 20. Juli 2016 auf unserem Konto abgeschlossen.
Im Fall der Verhinderung verfällt die Seminargebühr. Ein Ersatzteilnehmer kann gestellt werden. Das Seminar findet statt bei einer Mindestanzahl von 10 Teilnehmern.